Inklusion an der STS Flottbek

Die Stadtteilschule Flottbek ist eine inklusive Stadtteilschule, die Lernort für alle Schüler*innen ist. Jede*r wird dort abgeholt, wo er oder sie steht. Fordern und Fördern ist das Kernstück unserer Arbeit mit unserer diversen Schülerschaft.

Um allen Kindern gerecht werden zu können, bietet die Stadtteilschule Flottbek verschiedene Förder-und Fordermöglichkeiten:

  • Doppelbesetzung im Unterricht
  • Kleingruppen zur Förderung und Forderung
  • Sprachförderung (nach §28a)
  • Fördern statt wiederholen (nach §45)
  • Beratung und Unterstützung zur Teilnahme an Wettbewerben bei besonderer Begabung

Die verschiedenen Stärken und Schwächen der Kinder werden durch ein multiprofessionelles Team aus Klassen- und Fachlehrer*innen sowie Sonder- und Sozialpädagog*innen aus verschiedenen Perspektiven gesehen. Diese Multiperspektivität dient als Grundlage für die Arbeit mit den Kindern.

Es gibt für jeden Jahrgang zuständige Sonder- und Sozialpädagog*innen, die die Schüler*innen sowohl beim Lernen als auch in sozialen und emotionalen Situationen unterstützen und beraten. Auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben haben sie so die Möglichkeit immer passende Ansprechpartner*innen zu finden. Durch die kontinuierliche Begleitung von Jahrgang 5 an entsteht ein Vertrauensverhältnis zwischen Schüler*innen und Pädagog*innen. Diese Beziehungsarbeit stellt einen wichtigen und wertvollen Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit dar.

Fördern statt wiederholen

Mit der Schulreform 2010/2011 wurde das „Sitzenbleiben“ abgeschafft. In diesem Zusammenhang wurde die Maßnahme „Fördern statt Wiederholen“ eingeführt. Schüler*innen in den Jahrgängen 5 und 6, die in einem Fach mit der Note mangelhaft bewertet wurden, erhalten für das darauffolgenden Schulhalbjahr eine zusätzliche Förderung. Für die Schüler*innen der höheren Jahrgänge wird in den Zeugniskonferenzen abschlussbezogen auf die Noten geschaut und dementsprechend gefördert. Die zusätzliche Förderung wird in Zusammenarbeit mit der „Stiftung für Migranten“ organisiert.

Sprachförderung

In der Stadtteilschule Flottbek gibt es in allen Jahrgängen wöchentlich eine Stunde zur Förderung der Schüler*innen, die in der SCHNABEL-Testung (Testung der RS-Fertigkeiten) eine Leistung unter dem Prozentrang 15 erreicht haben. Dies sind die Schüler*innen, die laut §28a des Hamburger Schulgesetzes ein Anrecht auf zusätzliche Sprachförderung haben. In den Förderstunden arbeiten wir u.a. mit einer Online-Diagnose, die ausweist, in welchen Bereichen genau ein Kind Förderbedarf hat. Daraufhin angepasst erfolgt die Förderung in kleinen Gruppen.

BiSS – Leseband

Seit dem Schuljahr 2024/2025 nehmen wir als Stadtteilschule am BiSS-Leseband teil. Das zunächst nur an den Grundschulen eingeführte Programm fördert die Lesekompetenz durch eine feste Lesezeit am Tag. Das Leseband findet zurzeit in den 5. und 6. Klassen statt. Geplant ist, dass es weiter hochwächst und auch die älteren Schüler*innen vom Leseband profitieren können. Teilnehmende Schulen verpflichtend sich, mindestens 4x pro Woche eine 20-minütige Lesezeit im Stundenplan zu implementieren. Während dieser Zeit gibt es Partnerlesen, Würfellesen und chorisches Lesen. Um den Lernzuwachs zu messen, werden halbjährlich Tests zur Lesekompetenz durchgeführt.

Lesementor*innen

Zusätzlich zum gemeinsamen Lesen in der Klasse fördern wird das Lesen durch die Kooperation mit verschiedenen Lesementor*innen. Unsere Schüler*innen profitieren hierbei von einer exklusiven Lesezeit mit einem unserer ehrenamtlichen Mentor*innen. Wir kooperieren mit dem Verein „Mentor e.V.“ und profitieren außerdem vom Engagement weiterer freiwilliger Helfer*innen aus dem Schulumfeld.

Kontakt

Bei Fragen, Ideen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an: Steffi Kruiswijk (Förderkoordinatorin) stefanie.kruiswijk[at]stsflott.de